Von: Matthias Süßen
Die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Ostfriesland ist reich und bewegend. Mit dem neuen Podcast „Frisia Judaica – Der Podcast zur jüdischen Geschichte Ostfrieslands“ wird diese Geschichte nun auch hörbar.
„Der Podcast spannt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Forschung und gelebter Erinnerung. Jede Folge widmet sich einem klaren Schwerpunkt und nutzt unterschiedliche Formen, um vielfältige Zugänge zu öffnen. Dazu gehören vertiefte Einblicke in historische Ereignisse, Biografien und Orte der jüdischen Geschichte in Ostfriesland. Dazu kommen Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kulturprojekten und Wissenschaft, die Perspektiven auf Bewahrung, Wandel und aktuelle Debatten eröffnen. Gleichzeitig öffnet der Blick auf Kultur heute den Raum für Initiativen, Veranstaltungen und Bildungsarbeit, die jüdisches Leben sichtbar machen, vernetzen und nachhaltig stärken““, erklärt Welf-Gerrit Otto.
Bisher sind zwei Folgen erschienen:
Folge 2: Im Gespräch mit Anke Kuczinski vom August-Gottschalk-Haus in Esens
Das August-Gottschalk-Haus in Esens ist weit mehr als ein Museum. Es ist ein authentischer Erinnerungsort, der die Geschichte der jüdischen Gemeinde Esens und des jüdischen Lebens in Ostfriesland lebendig hält. Das ehemalige jüdische Gemeindehaus beherbergt heute eine Gedenkstätte und ein Museum, unmittelbar neben den Überresten der Synagoge, die in der Pogromnacht 1938 zerstört wurde.
In der zweiten Folge von Frisia Judaica sprechen wir mit Anke Kuczinski, der Leiterin des August-Gottschalk-Hauses. Sie erzählt von der bewegten Geschichte des Hauses, seiner Bedeutung und der Arbeit, jüdische Geschichte für heutige und zukünftige Generationen sichtbar zu machen. Außerdem sprechen wir über einen bedeutenden Meilenstein: den Erwerb der Reste der ehemaligen Synagoge und die Pläne, diesen historischen Ort künftig noch stärker in die Erinnerungs- und Bildungsarbeit einzubeziehen.
Eine Folge über Erinnerungskultur, historische Verantwortung und die Frage, wie Vergangenheit bewahrt und zugleich Zukunft gestaltet werden kann.
Hier können Sie die zweite Folge direkt hören:
Folge 1: Wir stellen uns vor
In der ersten Folge stellt das Redaktionsteam um Stephan Horschitz, Welf-Gerrit Otto und Matthias Süßen das Projekt Frisia Judaica vor. Die drei sprechen darüber, wie die Idee zum Podcast entstand, warum die Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte der Region so wichtig ist und wie digitale Formate dazu beitragen können, Erinnerungskultur lebendig zu halten.
Hier können Sie die erste Folge direkt hören:
